10.04.2000 - Vorteile – Nachteile von Selbsthilfegruppe oder eingetragenem Verein
Informationen von Frau Sabine Doerenkamp-Steiner

Frau Sabine Doerenkamp-Steiner hat sich auf Einladung von Frau Schmitz bereiterklärt, unsere Gruppe über die Unterschiede von freier Gruppe oder eingetragenem Verein zu informieren.
Aus ihrer Sicht ist unsere Gruppe für einen eingetragenen Verein noch zu klein, da dabei mehrere Vorstandsposten vergeben werden müssen, die unsere Mitgliederzahl im Moment noch überschreiten. Außerdem kann man vorher als Selbsthilfegruppe erst einmal Erfahrung sammeln, ob man diese Treffen über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten kann und ob eventuell auch Interesse von neuen Mitgliedern zu einer Vergrößerung der Gruppe führen kann. Ab einer gewissen Größe wird man einfach aus organisatorischen Gründen nicht mehr an der Gründung eines Vereins vorbeikommen.
Verschiedene Sachen kann auch eine Selbsthilfegruppe nutzen:
Erforderliche Kopien erhält man bei der Kontaktstelle für Selbsthilfe bis 200 Stück umsonst.
Bei Landratsamt und Krankenkassen gibt es Gratiskopien ohne bekannte Begrenzung.
Zuschüsse für die Selbsthilfegruppe gibt es von der Stadt Coburg für das Folgejahr bei einer regelmäßigen Mindestmitgliederzahl von 10 Personen einen Zuschuß (ca. bis 150,- DM pro Gruppe).
Dieser Zuschuß muß bis spätestens Ende Mai beantragt sein und von den regelmäßigen Teilnehmern unterschrieben werden.
Vom Land Bayern kann man auch einen Zuschuß (eventuell ca. 100,- DM pro Mitglied) erhalten.
Unterlagen dazu sendet die Kontaktstelle an Herrn Lager.
Für sämtliche Geldvorgänge sollte die Selbsthilfegruppe ein eigenes Konto einrichten, über das ein (gewähltes) Mitglied Kassenbuch führt und einmal im Jahr Bericht erstattet. Dieses Konto ist wichtig, damit eigene Kosten oder auch eingeladenen Gästen wenigstens die Spesen erstattet werden können. Um dieses Konto zu pflegen, kann man außer obigen Zuschüssen auch z.B. ein Sparschwein aufstellen, in das jeder bei den Treffen einen freiwilligen Betrag entrichtet oder alternativ kann auch eine Art jährlicher Mitgliedsbeitrag gezahlt werden.

Vorträge werden auch zum Teil von der AOK-Coburg gesponsert. Die Ansprechpartnerin dazu ist Frau Demmig.
Weitere Unterstützung erhalten z.B. Mitglieder der Bayrischen Schlaganfallhilfe.
Einige unserer Gruppe haben auf Einladung von Frau Schwanert Sport-Teststunden bei dem Coburger Versehrtensportverein genutzt. Der Vorteil besteht in fachmännisch geleiteten Übungen, die gleichzeitig über den Versehrtensport versichert sind. Die Resonanz war sehr positiv. So könnte der Bereich Sport in unserer Gruppe für einen relativ geringen Beitrag genutzt werden, ohne unsere Selbstständigkeit zu gefährden.
Frau Doerenkamp-Steiner findet, daß unsere Gruppe bekannter werden sollte. Daher sollten unsere Informationsblätter nicht nur über die Kontaktstelle, sondern auch an die Sozialdienste, Krankenkassen oder auch im Seniorentreff ausgegeben werden. Außerdem kann in der Presse auf Vorträge und Aktionen der Gruppe hingewiesen werden.

Zur Gemütlichkeit: Die freundlicherweise von der AOK zur Verfügung gestellten Seminarräume sind etwas unpersönlich und durch die um 20.00 Uhr ansprechende Alarmanlage steht man zeitlich immer unter Druck.
Frau Doerenkamp-Steiner macht 2 Alternativvorschläge:
1. In der Neustadter Straße 3 gibt es Selbsthilfegruppenräume mit Teeküche für max. 20 Personen.
Da diese Räume nicht behindertengerecht sind und wir auch mit Rollstuhlfahrern rechnen müssen, scheiden diese Räume gleich aus.
2. Die Alternative befindet sich im Bürglaß-Schlösschen, dem sogenannten Seniorentreff. Es ist
behindertengerecht und für bis zu ca. 30 Personen geeignet. Dort kann es allerdings zu Parkplatzproblemen kommen. Ansprechpartner ist dort Frau Weigand.
Frau Bergner möchte mit ihr Kontakt aufnehmen.

Zu der Versicherung, die wir über Frau Göller abgeschlossen haben, möchte sich Frau Doerenkamp-Steiner noch einmal genauer informieren. Sie ist der Meinung, daß eine Privat-Haftpflicht ausreicht.

Ergänzend weist sie noch darauf hin, daß 4 x im Jahr ein Treffen der Leiter der Selbsthilfegruppen stattfindet und einmal im Jahr (diesmal der 8. Juli) ein Infostand der Selbsthilfegruppen in der Stadt Coburg aufgestellt wird.

Wichtige Adressen:

Kontakt- und Informationsstelle
für Selbsthilfegruppen
Frau Sabine Doerenkamp-Steiner
oder Frau Sabine Feuerbach-Heim
Oberer Bürglaß 4
96450 Coburg
Tel: 09561/89-1576

Bamberger Schlaganfall-Selbsthilfegruppe e.V.
Frau Renate Göller
Drosselweg 8
96114 Hirschaid
Tel: 09543/9406

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