09.09.2002 - Allgemeine Diskussion mit Dr. Hendrich von der Medical Park Klinik Bad Rodach Herr Dr. Hendrich diskutierte mit uns über verschiedene Themen, Einige Stichwörter dazu: Nachdem wir uns positiv über die Veränderungen in der Medical Park Klinik Bad Rodach geäußert hatten, berichtete uns Dr. Hendrich von einigen Besonderheiten. So brauchte seit 1996 kein Personal abgebaut werden. Auch ist die Zusammenarbeit mit der Medauschule sehr fruchtbar, z.B. bei der bis zu 2 Stunden dauernden Wassergymnastik. Der Idealzustand für eine Reha wäre, je nach Eignung des Patienten, wenn er schon nach ca. 4 Tagen zur Reha vermittelt würde. Das funktioniert leider noch viel zu selten. Dadurch verliert man relativ schnell manche Fähigkeiten, die man danach wieder mühsam erlernen muß. Das technische Hilfsmittel „Mentamove“ gibt es weiterhin, auch wenn man z.Zt. weniger davon hört. Es verstärkt die vom Gehirn an einen Muskel gesandten elektrischen Impulse, so dass man mit Willenskraft und durch Unterstützung von Mentamove Gelenke wieder bewegen kann. Es wird von Krankenkassen ungern verschrieben, da es sehr teuer ist. Mittlerweile gibt es vergleichbare Geräte, die günstiger sind und den gleichen Zweck erfüllen. Das Medikament Botulinum Toxin wird gerne als Anti-Spastik-Medikament eingesetzt. Es besitzt keine Nebenwirkungen, da es in den Muskel gespritzt wird und nicht in die Blutbahn dringen darf. Botulinum Toxin ist das stärkste bekannte Gift. Als Medikament wird es 1000-fach verdünnt. Wenn man einen Esslöffel davon in den Bodensee geben würde, wäre schon ein Glas Wasser aus dem Bodensee tödlich. Im Krieg wurde dieses Gift kiloweise von den Großmächten produziert. In Amerika und Russland nachweislich, bei einigen anderen vermutlich auch. Dieses Medikament wurde bis jetzt häufig bei Zwinkerkrampf des Auges und auch bei dem bekannten Schiefhals eingesetzt. Neu erwachtes Interesse gibt es auch für die Forschungen mit einer erzwungenen Stillegung eines Körperteils. Schon früher gab es Versuche, bei einem teilweise gelähmten Patienten die funktionsfähigen Teile stillzulegen, also beispielsweise Arm oder Bein „fesseln“, damit der Körper gezwungen wird, ersatzweise die behinderten Gelenke zu benutzen. Wenn man das aber übertreibt, kann es zu Funktionsstörungen der gesunden Partien kommen. Auf die Frage, was man als Gehirnjogging betreiben könnte: Kartenspiele, Computerspiele und auch Zeitungsausschnitte lesen und später möglichst ausführlich dem Partner erzählen. Nicht unbedingt geeignet sind Kreuzworträtsel, da bei ihnen immer die gleichen Partien trainiert werden und dafür die Vielseitigkeit leidet. Im Zusammenhang mit unserem Jahresausflug empfiehlt Herr Dr. Hendrich, in der Klinik am Steigerwald auch Informationen über Missempfinden einzuholen. Gerade in der traditionell chinesischen Medizin gibt es wichtige Erfahrungen über Schmerzen und das Gleichgewicht des Körpers. | |