14.05.2001 - Vortrag von Orthopädie-Schuhmachermeister Markus Hofmann

Herr Markus Hofmann stellt sich kurz vor. Er ist Schuhmachermeister der dritten Generation und hat sich auf Orthopädie- Schuhtechnik spezialisiert.
Sehr viele vernachlässigen die Füße, daher nehmen die Fußdeformationen, die noch bei 5% bei den Neugeborenen liegen, rapide zu.
10% der 10-Jährigen haben Fußbeschwerden und bei den 18-Jährigen sind bei der Musterung schon 80% mit Fußproblemen vertreten. Die Ursachen liegen erfahrungsgemäß bei zu wenig Sport, billigem und ungeeignetem Schuhwerk, zu häufige Benutzung von Turnschuhen und auch bei hochhackigen Schuhen.
Um diesen Problemen oder Beschwerden entgegenzuwirken geht der Schuhmacher folgendermaßen vor:
1 Es wird ein Fußabdruck erstellt.
2 Nach diesem Fußabdruck wird eine Einlage gefertigt. Früher waren diese Einlagen aus relativ unflexiblem Stahl oder Kunststoff, heute wird auf einem Kork- oder Weichschaumbett eine Lage Polsterung und darauf das Leder gefertigt.
3 Alternativ gibt es auch eine Eigenentwicklung von Herrn Hofmann: In dem Fall kommt unter Leder und Polsterung eine Thermoplastform als Unterbau, die so flach sein kann, dass sie auch in normale Schuhe passt.
Spezielle Diabetikereinlagen sollten desinfizierbar sein, müssen der Fußform extrem genau angepasst sein, damit durch gleichmäßige Auflage und Druckverteilung der Fuß nicht unterschiedlich stützen muß, um Druckstellen zu vermeiden.
Wenn auf ärztliches Attest spezielle Schuhe erforderlich sind, gibt es auch einen Zuschuß von der Krankenkasse. Herr Hofmann zeigt uns formschöne Modelle, die dafür geeignet sind. Sie liegen bei etwa 320,- bis 350,- DM. Die Einlagen werden komplett auf Rezept erstellt. Die Krankenkasse kann für drei Paar Schuhe die Kosten übernehmen. Es entsteht dabei ein Selbstkostenanteil bei zwei Paar normalen Schuhen (1 x Arbeitsschuhe, 1 x Ausgehschuhe) von je 140,- DM und bei einem Paar Hausschuhe von 60,- DM.
Wenn der Arzt spezielle Schuhe befürwortet, schreibt er eine Überweisung an den Orthopäden, dieser beurteilt den Patienten und schreibt einen Kostenvoranschlag für die Krankenkasse. Nach der Genehmigung durch die Krankenkasse können die Schuhe dann gefertigt werden.
Während dem Vortrag zeigte uns Herr Hofmann verschiedene Muster von Schuhen, Hausschuhen und Einlagen. Das Vorurteil von klobigen, hässlichen Einlagenschuhen trifft heute erfreulicherweise nicht mehr zu. Die Modelle sind zeitgemäß und komfortabel. Herr Hofmann steht jederzeit gerne für eine Beratung bereit.

Seine Adresse: Markus Hofmann
Orthopädie-Schuhmachermeister
Kleine Judengasse 1
96450 Coburg
Tel: 09561/95597
Fax: 09561/513598
E-mail: ortho-hofmann@hotmail.com

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