14.05.2001 - Vorstellung der Logopädieschule (bei der Medauschule) auf Schloß Hohenfels Herr Dr. Klaus Rothlauf, der Leiter des Fachbereichs Logopädie, berichtet über den neu eingerichteten Zweig der Medau-Schule, die am 1.April 2001 eröffnete Logopädie-Schule auf Schloß Hohenfels. Die Medau-Schule hat die einzige Logopädie-Schule in Oberfranken und bietet außerdem einmalig in Deutschland eine sieben Semester dauernde Ausbildungskombination an, die mit dem Abschluß zum Physiotherapeuten und gleichzeitig zum Gymnastiklehrer endet. Diese Einrichtung wurde von Prof. Dr. med. H.J. Medau mit dem Ziel gegründet, für beste therapeutische Erfolge das Zusammenspiel von Bewegung , Sprache und Musik zu fördern. Man setzt natürlich gerade in diesem Beruf eine gewisse Reife voraus. Daher sollten die Schüler nicht unter 18 Jahren sein, z.Zt. beträgt das Durchschnittsalter ca. 27 Jahre. Für die neue Logopädieschule wird am 13. Juli 2001 ein Erweiterungsbau eingeweiht. So soll dann auch ein sprachtherapeutisches Beratungszentrum eingerichtet werden. Herr Rothlauf berichtet auch über ihr Interesse, die Selbsthilfegruppen zu unterstützen. Wenn dann die neuen Räume bezogen sind und wir es mit unserem Terminkalender vereinbaren können, würde er gerne unsere Gruppe auf Schloß Hohenfels begrüßen und eventuell einen Vortrag oder eine informative Besichtigung veranlassen. Die Logopädie-Schule hat 7 Behandlungsräume und zur Verstärkung soll ab Oktober der Klinische Linguist Herr Bernd Frittrang von der Fachklinik Bad Rodach zum Medau-Team stoßen. (Herr Frittrang hielt auch in unserer Gruppe am 11.9.2000 einen Vortrag über Sprech- und Sprachstörungen nach neurologischen Erkrankungen.) Ab Oktober wird dieses Sprachtherapeutische Beratungszentrum dann auch alle logopädischen Behandlungen am Landkrankenhaus durchführen. Außerdem ist beabsichtigt, in Alten- und Pflegeheime zu gehen und dort die Pflegenden zu beraten. Natürlich sind auch Hausbesuche möglich. Die Logopädie-Schule unterliegt der Ausbildungsverpflichtung. Aus diesem Grunde sind bei der Therapie mit Einverständnis des Patienten meistens Schüler dabei. Dafür entfällt das „kommerzielle Denken“, dass die Behandlung „wirtschaftlich rentabel“ sein muß. Ein freiberuflicher Logopäde muß an Auslastung und Einkommen denken, auf dieser Schule kann auch mal alternativ ohne Rezept oder Abrechnung behandelt werden. Zum normalen Ablauf: Der Arzt muß eine erforderliche Behandlung verschreiben oder, wenn er nicht vom Erfolg überzeugt ist, kann er auch eine Beurteilung des Sprachtherapeutischen Beratungszentrums bekommen, ob die Behandlung Erfolgschancen hat. Die Beratung muß nicht in jedem Fall abgerechnet werden. Es kann auch besondere Fälle geben, an denen die Logopädie-Schule selbst interessiert ist und daher auf eigene Kosten behandelt. Wenn jemand auf Rezept behandelt wird, muß der Therapeut immer ausführliche Berichte schreiben, damit der behandelnde Arzt auch Erfolge erkennen kann und die Fortsetzung der Behandlung unterstützt. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.medauschule.de Oder per Post: Medau-Schule Schloß Hohenfels 96450 Coburg | |